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Gedenkmarke


Der Philatelist unterscheidet zwischen gewöhnlichen Sondermarken und Gedenkmarken. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch Gedenkmarke meistens als Synonym für Sondermarke gebraucht. Eine Gedenkmarke im engeren Sinn nimmt mit ihrem Motiv und ihrer Inschrift immer Bezug auf ein bestimmtes Datum. Das kann der Geburtstag oder Todestag einer berühmten Persönlichkeit, oder eine andere Begebenheit, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit eines Staates, sein. Auch kann der Ausgabeanlass einer Gedenkmarke ein aktuelles Ereignis, wie die Eröffnung einer Weltausstellung im eigenen Land, thematisieren. Gedenkmarken können außerdem auf ein gerade eingetretenes Geschehen, wie den Tod des Staatsoberhauptes, eingehen. Da solche Marken oft in Eile hergestellt werden, kann es zu einfachen Überdrucken auf gewöhnlichen Dauermarken kommen.

Gedenkmarken werden meistens kurz vor dem Jahrestag oder dem zu feiernden Ereignis ausgegeben. Der dazugehörige Ersttagsstempel wird außer in der Hauptstadt eines Landes meistens auch in einer zum Anlass passenden Ortschaft abgegeben, wie z. B. der Geburtsort der geehrten Persönlichkeit. In dem Fall spricht der Philatelist von einem Ortsersttag.