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Lochung


Die Lochung von Briefmarken war eine Sicherheitsmaßnahme gegen Entwendung von Briefmarken durch die Belegschaft. Es wird zwischen zwei Arten unterschieden: zum einen der amtlichen Lochung durch Behörden, zum anderen der nicht-amtlichen Lochung, z. B. durch Unternehmen. In beiden Fällen wurde ein Raster aus Punkten in das Bild der Briefmarke eingestanzt und das Aussehen der Marke so verändert.

Die Briefmarke wurde durch die Lochung nicht entwertet, sondern nur für einen eingeschränkten Gebrauch kenntlich gemacht. Meist wurden hierfür die Anfangsbuchstaben der Firma oder auch Symbole verwendet. Lochungen dienten hauptsächlich als Schutz vor Diebstahl. Unternehmen, Dienststellen und Behörden mit einem größeren Vorrat an Briefmarken kennzeichneten so ihre Marken. Diese wurden so für den privaten Gebrauch von Angestellten und Mitarbeitern unbrauchbar.

Durch amtliche Lochungen von Seite der Behörden wurden sie für dienstliche Zwecke bestimmt, wobei teilweise stattdessen Dienstmarken zum Einsatz kamen. In Deutschland wurden z. B. bayerische Freimarken zwischen 1912 und 1915 durch ein eingestanztes „E“ zu dienstlichen Marken für die bayerischen Eisenbahnbehörden umfunktioniert.