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Trockenbuch

Trockenbuch


Ein Trockenbuch ist ein buchförmiges Hilfsmittel für Briefmarkensammler zum Trocknen abgelöster Briefmarken. Ein Trockenbuch bietet gegenüber einem herkömmlich bedruckten alten Buchs den Vorteil, dass die Briefmarken nicht so leicht an den Buchseiten ankleben und dass keine Druckerschwärze auf die Briefmarken übergehen kann.

Die Innenseiten eines Trockenbuches oder Trockenheftes besteht aus dickem Löschpapier. Zwischen diese Seiten legt man die im Wasserbad abgelösten und vorgetrockneten Briefmarken ein, um restliches Wasser aus den Marken zu entfernen und sie gleichmäßig zu trocknen. Dabei sollte man besonders darauf achten, dass sich auf den Marken keine Reste der Gummierung finden und dass sich die zwischen zwei Seiten gelegten Marken nicht überschneiden. Die Briefmarken könnten ansonsten während des Trocknens aneinander oder an den Innenseiten des Trockenheftes festkleben.

Damit die Briefmarken glatt und nicht wellig bleiben, kann das Trockenbuch mit weiteren Büchern beschwert werden. Nach etwa 24 Stunden sind die Marken trocken und können vorsichtig entnommen werden.

Eine Alternative zum Trockenbuch ist die elektrische Trockenpresse.

Trockenpresse


Die Trockenpresse dient in der klassischen analogen Fotografie zum Trocknen der Papierbilder nach Abschluss der chemischen Entwicklungsprozesse im Fotolabor. Neben der Verkürzung der Trocknungsdauer gegenüber luftgetrockneten Papierbildern, kann bei dazu geeigneten Fotopapieren eine hochglänzende Oberfläche erzeugt werden. Da die klassische Fotopapierentwicklung insbesondere im Amateur- und semiprofessionellen Bereich weitgehend durch den Fotodruck verdrängt wurde, ist die Verbreitung dieser Geräte stark zurückgegangen. Trockenpressen werden von Philatelisten benutzt, um durch Einweichen in Wasser von Briefumschlägen oder ähnlichem abgelöste Briefmarken zu trocknen.

Die verbreitetsten Formen der Trockenpressen bestehen aus einer Heizplatte oder Heiztrommel, auf die die nassen Papierbilder oder auch Briefmarken aufgelegt und mit einem aufgespannten Leinentuch angepresst werden. Bei matten Fotopapieren erfolgt die Trocknung mit der Schichtseite nach oben. Glänzende Fotopapiere werden mit der Schichtseite nach unten auf eine verchromte Metallfolie oder eine Edelstahlunterlage gelegt. Vor dem eigentlichen Trocknungsprozess müssen die Papiere von überschüssigem Wasser befreit werden, was meist durch Quetschen mit einer Gummirolle geschieht.

Elektrische Trockenpressen für Briefmarken besitzen meist Heizplatten aus rostfreiem Edelstahl und werden ebenfalls mittels eines aufgespannten Leinentuchs abgedeckt. Eine Alternative ist das Trockenbuch.